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Vollständige Version anzeigen : Die Bewährung


stupid
07.01.2008, 09:54
© Desiree

Es sollte ein Thailand-Urlaub werden, nichts als ein Urlaub. Sex Drugs & Rock’n Roll alle Klischees, die man von Thailand eben so hat. Anfangs war es das auch. Wir hatten in einem Hotel unweit von Bangkok eingecheckt und machten von hier aus die Gegend unsicher. Jeden Abend in irgendwelche Bars oder ins Rotlichtviertel. Das alles hatte unsere Reisekasse arg strapaziert. Eines Abends in der Bar kam dann dieses verlockende Angebot von diesem Typen, der uns den Stoff immer verkaufte. Es ging darum für 1000 Dollar 10 Kilo Koks in eine kleine Stadt 100 km von Bangkok zu fahren. Phillip zog natürlich den Schwanz ein und verdrückte sich. Ich hatte jedoch Blut geleckt. Vollgedröhnt mit Koks fühlte ich mich als Supermann. Was sollte mir denn schon passieren. Ich schnappte mir das Geld, den Stoff und das uralte Auto von dem Typen und fuhr los.

Bis ich dann in Bangkok in die Polizeikontrolle kam. Wie gesagt – ich war auf Koks und Supermann. Die Geschichte nahm ein denkbar unglückliches Ende. Ich hatte zwei Bullen zusammengeschlagen, einen davon lebensgefährlich verletzt. Ein gezielter Hieb mit einem Gummiknüppel von hinten auf meinen Schädel brachte mich jäh zur Ruhe. Etwa zehn Stunden später wachte ich mit einem kalten Entzug in der Zelle im Untersuchungsgefängnis auf. Die zehn Kilo hatten die Bullen sichergestellt, die 1000 Dollar sicherlich unter sich aufgeteilt. Nun hatte ich richtigen Ärger an der Backe. Auf Drogenbesitz in dieser Menge stand hier in Thailand die Todesstrafe und die Bullen, die ich verprügelt hatte würden auch nicht zu meinen Gunsten ausgelegt werden. Die Justiz hier in Thailand war schnell und es kam wie es kommen musste. Am 23. Mai 2068 verurteilte mich die Richterin beim Strafgericht Bangkok zum Tode durch eine Giftinjektion.

Mir wurde an diesem Tag die Tragweite des Urteils nicht völlig klar. Ich hoffte wohl immer noch auf Unterstützung durch die Deutsche Botschaft oder die Bewilligung eines Gnadengesuches. Doch im folgenden Jahr tat sich nichts. Sämtliche Revisionsanfragen wurden abgelehnt, ebenso mein Gnadengesuch. Die Deutsche Botschaft hatte mir bereits kurz nach dem Urteilsspruch mitgeteilt, dass sie nichts für mich tun kann. So ging das Jahr ins Land, ohne das etwas passierte. Die Haftumstände waren gelinde gesagt katastrophal, jedoch im Vergleich zu anderen Häftlingen genoss ich als Todeskandidat doch einige Vergünstigungen. Langsam hatte ich mich an die Umstände gewöhnt. Doch der Umstand, dass der Tag meiner Hinrichtung nahte, machte mich nervös. Ich hatte trotz aller Umstände noch nicht mit meinem Leben abgeschlossen und hoffte immer noch auf einen Ausweg. Scheinbar ist es den Menschen gegeben zwar um den eigenen Tod zu wissen, ihn jedoch keinesfalls zu akzeptieren. Auch an Flucht hatte ich oft genug gedacht. Eine Möglichkeit hatte sich aber hier nicht einmal in Ansätzen ergeben.

Die einzige Abwechslung die ich hier hatte, waren gelegentliche Besuche von irgendwelchen Menschenrechtlern oder Todesstrafegegnern, die sich erhofften mit Protesten irgendetwas für mich erreichen zu können. Langsam nervten sie mich alle. So verstrich Tag um Tag mit bangen Gedanken und meine Uhr lief ab. Bis zu jenem Freitag an dem die Wachen vor meiner Zellentür standen und mir verkündeten, ich hätte wieder einmal Besuch. Willig ließ ich mir die Ketten anlegen und wurde in den Besucherraum geführt. Der Raum war wie immer völlig leer, bis auf zwei Stühle die darin standen. Auf dem einen saß eine junge einheimische Frau. Ein Blick auf ihre Kleidung, speziell ihren Schal von Chanel, verriet mir dass sie aus gutem Hause war.

Ich nahm auf dem anderen Stuhl Platz. In der Gewissheit sie würde eh kein Wort verstehen, blaffte ich sie auf Deutsch an:
“Sind sie auch wieder so eine Bürgerrechtlerfotze, die mir irgend einen Floh ins Ohr setzen will? “ Ich erschrak dann doch als sie in fast Akzentfreiem Deutsch antwortete:
“Sehen sie Herr Blechschmitt, genau diesen Ton werden sie sich abgewöhnen müssen, wenn ich sie hier rausholen soll! Was sie nicht wissen: sie werden in zehn Tagen hingerichtet. Was sie wissen sollten: ich heiße nicht Bürgerrechtlerfotze sondern Minh und ich bin hier, um ihnen einen Deal anzubieten. " Eigentlich war ich nicht der Typ, der so mit Frauen umging, deshalb entschuldigte ich mich.
"Was für einen Deal?", fragte ich sie.
"Ich kann sie hier rausholen. Sie werden bei uns eine Drogentherapie machen, wir werden ihnen ihre gewalttätige Persönlichkeit austreiben und sie werden ein wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft werden." Sie lachte mich an und spielte mit ihrem Pumps.
"Wie?", fragte ich erstaunt. "Ich mache eine Therapie und dann ist alles gut? Irgendwie glaube ich das nicht. Entweder sie erlauben sich einen makaberen Scherz mit mir, oder sie sind doch eine Bürgerrechtlerin -und zwar eine Größenwahnsinnige noch dazu- !"
"Nein – die Sache hat natürlich einen Haken! Ich komme von der Firma Gendertec. Wir werden nicht nur ihre Persönlichkeit, sondern vor allem ihre ganze Person ändern. Wenn sie hier raus wollen und weiterleben möchten, dann werden wir aus ihnen eine Frau machen. Das ist der Deal!" Dieser Beitrag enthält versteckten Inhalt
ENDE

Dracul
27.08.2009, 18:23
guten tach und aufwiedersehn......................Danke.......... ......

drachenwind
27.08.2009, 22:19
Imma diese Drojen, scheiß Allohol.................., hicks

Nylonsocke1
07.10.2009, 17:11
Sowas mag ich!!! wie´s wohl weiter geht :-) :anihothot

TV_Aylin
23.11.2009, 12:01
bin schon ******** wie es weitergeht.

Jennifer78
26.11.2009, 18:25
Das hört sich ja sehr interessant an :)

AnnaH
29.11.2009, 12:33
will auch weiterlesen ..........

meiha456
22.12.2009, 20:56
Möchte gern weiterlesen. Fängt interessant an.

hippo
09.01.2010, 00:28
möchte gerne weiterlesen. Danke

suzy33
10.03.2010, 18:01
Das hört sich ja sehr interessant an:poulide:

sabrina71
30.07.2010, 19:41
Ich bin neugierig wie die Geschichte weitergeht.

Gummibärchen
30.07.2010, 21:31
ich möchte unbedingt erfahren, wie es weiter geht...........................

icehogsani
05.08.2010, 19:06
so macht die arbeit doch gleich viel mehr spaß
danke für die geschichte